Kurzkritik – Der Pass(Staffel 1) – Serie (ZDF)

Der Pass ist eine deutsch-österreichische Thriller Serie von Cyrill Boss und Philipp Stennert mit Julia Jentsch und Nicholas Ofczarek in den Hauptrollen aus dem Jahre 2019. Es ist die dritte Sky Eigenproduktion nach „Babylon Berlin“ und „Das Boot“. Inspiriert durch die wirklich guten Sky – Eigenproduktionen habe ich mir nun die erste Staffel von „Der Pass“ einmal etappenweise abends durchgesehen. Resümee: Sehr guter deutscher Thriller. Die Serie lief im Anschluss von sky im Dezember 2019 im ZDF und wird auf diesem Sender auch noch einmal ab dem 23.03.2022 wiederholt. Staffel 1 ist dann auch in der ZDF Mediathek verfügbar. Staffel 2 wird zur Zeit auf sky erstmals ausgestrahlt.

Der Pass Staffel 1

Gewisse Einflüsse meine ich zu erkennen im Drehbuch von der wirklich guten deutschen Serienproduktion „Der Pass“. So haben die Drehbuchautoren sicherlich Reminiszenzen geschaffen zur skandinavischen Serie „Die Brücke“, wie auch zur ersten Staffel von „True Detective“. Und vom Thrill her haben sie es zweifellos geschafft auf dieser Ebene zu arbeiten. Ich als Zuschauer bleibe dran und freue mich jeden Tag auf eine neue Folge. Das ist ein gutes Zeichen.

Die Serie spielt in der deutsch österreichischen Grenzregion zwischen Traunstein, Salzburg, Berchtesgaden und Bischofshofen vornehmlich in den Herbst- Wintermonaten. Zwei großartige Darsteller spielen die beiden Hauptfiguren, Ellie Stocker (Jentsch) und Gedeon Winter (Ofcarek) als Ermittler aus Deutschland, Österreich. Zwei unterschiedliche Charaktere, welche sich immer näher Zusammenfinden im Kampf gegen einen Serienkiller.

Die Bilder, welche dem Zuschauer geboten werden, weichen stark vom alltäglichen Krimierlebnis ab. Fast schon gemalt wird hier zeitweise mit der Bildsprache, wunderschöne Hell/Dunkel Kontraste in der Landschaft, welche die feindliche Kälte widerspiegeln, ästhetische Erfassung von Wohnräumen und Arbeitsräumen. Und dies alles ohne den typischen hektischen Schnitt, wenn Action erzeugt wird. In dieser Serie geht es vielmehr auch um Stimmung.

Der Spannungsbogen bleibt über die kompletten 8 Folgen hoch. Trotzdem hat der Zuschauer die Möglichkeit sich in den Rahmenhandlungen einmal ein wenig auszuruhen. Diese bleiben einfach interessant, da die zwei Kommissare schnell familiär werden, was den guten Schauspielleistungen zuzuordnen ist. „Der Pass“ wurde ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera, sowie dem Grimme Preis. Besser kann man zur Zeit nicht Fiktion im deutschen Fernsehen schauen, als in dieser Serie.

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