Jemenchamäleon legt Eier

Das ist Ella, mein Jemenchamäleon!

Weibliche Jemenchamäleons legen in regelmäßigen Abständen Gelege, unabhängig davon, ob die Eier befruchtet oder unbefruchtet sind. Als Besitzer kann man das ein wenig steuern. Je nachdem wie gut das Jemenchamäleon im Futter steht, produziert es Gelege. Doch wer will sein Chamäleon künstlich sehr knapp halten.

Somit verknappe ich bei Ella kaum ihr Futter. Sie hat Phasen, in denen Sie viel Nahrung zu sich nimmt, aber auch Phasen, welche dadurch gekennzeichnet sind, dass sie wenig aktiv ist und auch weniger Nahrung zu sich nimmt. In der Regel, im Mittel, ist das etwa ein Nahrungswert von 3 mittelgroßen Wüstenheuschrecken alle 2-3 Tage. Chamäleons füllen ihren Körper für die Thermoregulation mit Luft, es ist daher schwer für einen Laien den Ernährungszustand festzustellen, anhand der vermeintlichen Körperfülle. Ein stärkeres Indiz ist daher die Fülle der Extremitäten, welche allerdings mit steigenden Alter natürlicherweise fülliger werden.

Ella ist trotz ihrer 4 Jahre, weiterhin ein eher schlankes Jemenweibchen. Wenn sie ein Gelege ansetzt, gewinnt sie merklich an Gewicht hinzu. Es ist allerdings erstaunlich, dass ich optisch kaum Veränderungen an ihr bemerke. Zudem habe ich noch nicht erschlossen, wie ich beim Abtasten eindeutig die Eier in der Bauchhöhle identifizieren kann. Wichtig für ein gesundes Jemenweibchen ist, dass sie genügend Kalzium und Vitamine über einen Futterzusatz bekommt.

Die Eiablage

Als Halter muss man dem trächtigen Jemenweibchen unbedingt die Möglichkeit zur Eiablage schaffen, ansonsten droht dem Tier eine Legenot, welche oftmals für den Tode eines weiblichen Tieres verantwortlich ist. Geeignet zur Eiablage ist ein etwa 25cm breites und 30cm tiefes Behältnis, gefüllt mit einem Sand/Erde Gemisch im Verhältnis 1:1, welches eine feuchte, pappige Dichte aufweist . Auf den Fotos ist zu erkennen, wie unsere Ella anfängt sich eine Legehöhle zu graben. Sie wird bis an den Bodengrund graben.

In Foto 1 sieht man die Eiablage des Chamäleons. Ella hat sich eine Höhle gegraben, welche bis auf den Bodengrund reicht und nun werden Eier abgegeben, Erde nachgeschüttet, Eier abgegeben. Man sollte nicht unterschätzen, wie anstrengend die Grabungen für das Tier sind. So braucht ein fittes Chamäleonweibchen schon etwa 6 Stunden, mit Pausen, um eine zufriedenstellende Höhle zu graben. Die Eiablage erfolgt in den späten Abend und Nachtstunden. Foto 2 zeigt Ella beim Zugraben Ihrer Höhle, bis hin zu Foto 3, bei dem sie die Oberfläche der Sandbox wieder perfekt glatt einebnet, so dass kein Feind darauf schließt, eine Eiermahlzeit zu bekommen. Auch dies dauert etwa 3-4 Stunden.

In einem günstigen Moment, einige Stunden nach der Ablage, habe ich die Ablagebox entfernt. Um Eier eventuell auszubrüten, werden die Eier für den Inkubator fertig gestellt. Hierzu ist ein Substrat namens Vermiculi empfohlen, welches gewässert wird und anschließend in Plastikboxen gefüllt wird. Auf das Vermicli werden die ausgegrabenen Eier gelagert.

Bild 1 zeigt, wie tief das Tier gegraben hat. Die Eier werden vorsichtig ausgegraben und möglichst nicht gewendet. Anschließend kommen sie in 2 Zentimeter Abständen in die Plastikbox mit dem feuchten Vermiculi. Ella hat ein Gelege von 59 Eiern abgegeben.

Ein Jemenchamäleonei von Ella hat eine Länge von16,5mm und etwa eine Breite von 7mm.

Die Eier werden nun in Plastikboxen mit Vermiculi in den Inkubator überführt. Die Inkubationszeit beim Jemenchamäleon liegt, je nach Temperatur im Inkubator, zwischen 180 und 220 Tagen.

Ella hatte in ihrem Leben lediglich einmal Kontakt zu einem Männchen, wobei es anscheinend zu Verpaarungen gekommen ist. Daher hoffe ich, dass die Eier befruchtet sind. Jemenchamäleonweibchen können unter Umständen das aktive Sperma der Männchen über Jahre hinweg speichern.

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